Haushaltsmittel für den akademischen Mittelbau

Der hessische Hochschulpakt für die Jahre 2021 bis 2025 ist unterschrieben. Darin haben die Landesregierung und die Hochschulen die Rahmenbedingungen für die Hochschulentwicklung in den kommenden fünf Jahren vereinbart.

Der hessische Hochschulpakt für die Jahre 2021 bis 2025 ist unterschrieben. Darin haben die Landesregierung und die Hochschulen die Rahmenbedingungen für die Hochschulentwicklung in den kommenden fünf Jahren vereinbart.

Das reguläre Budget steigt während der Laufzeit des Pakts pro Jahr um vier Prozent. „Wir haben damit mittelfristig eine hohe Planungssicherheit“, betont Prof. Dr. Matthias Willems, Vorsitzender der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Hessen (HAW Hessen). Die Vereinbarung honoriere die Leistungen der HAW bei der Steigerung der Zahl der Studentinnen und Studenten und in Forschung und Transfer.

Erstmals erhalten Hessens HAW reguläre Haushaltsmittel für den Aufbau eines akademischen Mittelbaus. Das ist laut Willems, der auch Präsident der TH Mittelhessen ist, eine der großen Errungenschaften des Hochschulpakts. Die dafür vorgesehene Summe soll von 6 Millionen Euro im kommenden Jahr auf 21 Millionen im Jahr 2025 steigen. Insgesamt werden den HAW 65 Millionen für diesen Zweck zur Verfügung stehen.

„Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung gehören seit vielen Jahren zu den gesetzlichen Aufgaben der HAW. Ohne eine hinreichende personelle Ausstattung haben unsere Professorinnen und Professoren in der Vergangenheit Erstaunliches auf diesem Gebiet geleistet. Oft haben sie in Kooperationsprojekten dazu beigetragen, die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen mittelständischen Wirtschaft zu stärken. Mit der im kommenden Jahr beginnenden Finanzierung des Mittelbaus erkennt die Politik nun die wichtige Rolle an, die die praxisnahe Forschung an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften spielt. Die 65 Millionen Euro sind ein entscheidender Beitrag zum Aufbau einer leistungsfähigen Forschungsinfrastruktur an unseren Hochschulen“, betont Willems. Bereits 2016 hatte das Land den HAW ein Promotionsrecht in forschungsstarken Fachgebieten zugestanden.

Außerdem werden die HAW bis 2025 insgesamt 150 zusätzliche Professorinnen und Professoren pro Jahr einstellen können. Zusammen mit den neuen Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde dadurch auch die Betreuungsrelation in der Lehre deutlich verbessert, so der HAW-Vorsitzende.

„Die Budgetsteigerung um vier Prozent liegt deutlich höher als im letzten Hochschulpakt. Wir haben lange verhandelt, und nach meiner Überzeugung können wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Trotzdem aber gilt: Wir leben auch künftig nicht im Überfluss und müssen weiter sparsam wirtschaften. Und wir haben auch eine Verantwortung dafür, die öffentlichen Mittel so einzusetzen, dass sie der Gesellschaft den größtmöglichen Nutzen bringen“, resümiert Willems.

Gießen, 11. März 2020

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